Logo
 

 

Paddeltour 2002

Für alle, die nicht am Paddelwochenende teilnehmen konnten, hier ein kleiner Reisebericht. Wir waren in diesem Jahr vom 23. bis 25. August in der Jugendbegegnungsstätte Forsthof Schwarz, einem alten Forsthaus zwischen Peetsch- und Vilzsee, südlich von Mirow in mitten der Mecklenburger Seenplatte. Dort hatten wir das ganze Haus, welches sonst für Klassenfahrten genutzt wird, für uns. Ein wenig DDR-Flair, aber das ist ja nicht so wichtig (ist übrigens mittlerweile komplett neu möbliert). Versorgt wurden wir zum Frühstück mit einem Buffet, für den Tag konnten wir uns mit belegten Brötchen, gekochten Eiern, Obst und Gemüse eindecken. Kaffee und Kuchen für den Nachmittag haben wir genauso wie Grillfleisch, Brot, Getränke u.s.w. für den Abend selbst mitgebracht. Ein großer Grill stand uns zur Verfügung, Geschirr, Besteck und Gläser konnten wir uns ausleihen, es wurde sogar für uns abgewaschen! An dieser Stelle ein Dank an die freundliche Belegschaft des Forsthauses. Zum Wetter braucht man nicht viel zu sagen: reichlich Sonne - Sommer- und Badewetter wie aus dem Bilderbuch.

Unsere Paddeltour am Sonnabend führte über den Vilzsee, die Fleether Mühle, den Rätzsee, Gobenow- und den Labussee, durch die Diemitzer Schleuse wieder zurück zum Vilzsee. Länge der Strecke: 20 km, zum Teil mit gutem Gegenwind... Eine so große Truppe waren wir lange nicht mehr: 21 Personen, verteilt auf 11 Boote.

Am Sonntag sind wir, nachdem die ersten nach dem Frühstück schon die Heimreise antreten mußten, mit dem Fahrrad zum Baden zum Zeltplatz C25 am Mössensee gefahren, ca. 18 Km (Hin- und Rücktour, gelbe Stecke). Zurück vom Badeausflug gabs am Forsthaus nochmal Kaffee - die Reste vom Sonnabend - und nach einem letzten Bad im Peetschsee haben wir uns gegen 17:00 Uhr auf den Heimweg gemacht.

Die Bilder können übrigens kommentiert werden.

Nachdem fast alle für Freitag abend angekündigten Mitstreiter eingetroffen und die Zimmer bezogen waren, gings an die erste offizielle Aktion: sichern der Getränkeversorgung. Entgegen bayrischen Vorbildern konnten verlustfrei angezapft werden - vielleicht sollten wir die Kollegen aus dem Freistaat zur Nachhilfe einladen.
Sogleich konnte die Qualität des gut gekühlten Radeberger Bieres überprüft werden.
Allerdings - Geduld war schon von Nöten, ehe der erste erfrischende Zug getan werden konnte.
Hmm...
Für eine kleine Runde von 13 Personen reicht ein kleiner Grill. Gut angeheizt standen bald die ersten Steaks bereit.
Ein wenig Schichtessen wurde es dann ob des kleinen Grills doch noch. Olaf kümmert sich gerade (kaum erkennbar im Hintergrund) um Gittas Spezialwürste.
Die uns kostenlos auf dem Peetschsee zur Verfügung stehenden Ruder- und Paddelboote wurden intensiv genutzt, ungeachtet der Tageszeit und der Beleuchtungsverhältnisse.
Ein- und aussteigen will gelernt sein, zu großen Ausrutschern kam es aber nicht.
Kartenstudium und seelisch-moralische Vorbereitung auf den nächsten Tag. Eine 20km-Paddeltour ist angekündigt, Abkürzungen wie im Spreewald gibt es nicht.
Morgenstimmung am Peetschsee.
Während einige noch schlafen nutzen andere das schöne Wetter zum morgendlichen Baden. Das erfrischt und macht fit für den Tag.
Allerdings läßt der erste Krampf im Bein auch nicht lange auf sich warten.
Dann gabs endlich Frühstück. Frische (Ost-)Schrippen, Marmelade, Honig, Schokocreme, Käse, Wurst, gekochte Eier, Kaffee, Kakao...
Nachdem alle "Samstagsanreiser" eingetroffen sind und unsere Truppe nun 21 Mann stark ist, gehts zum Bootsverleih am Vilzsee. Die Boote sind schnell ausgesucht, einige Probleme mit den Booten bald behoben (das Einsteigen durch die kleinen Öffnungen im Boot bereitet einige Schwierigkeiten).
Dann gehts los. Martin und Olli - diesmal die einzigen mit einem Canadier - sind am schnellsten startklar.
Bald ist auch die erste Etape geschafft, der Gegenwind auf dem Vilzsee hat einigen ganz schön zu schaffen gemacht. Das Feld ist weit auseinander gezogen.
Im Flüßchen "Oberbek" (auf manchen Karten auch "Oberbeck") sammelt sich langsam wieder alles.
Kurz darauf erreichen wir die Fleether Mühle. Dort müssen die Boote über die Straße getragen werden, eine direkte schiffbare Verbindung gibt es nicht.
Dabei sind die Veranwortlichkeiten klar festgelegt.
Wie fast immer sind Martin und Olli die schnellsten.
Die Boote lassen sich am einfachsten mit 4 Personen tragen, so müssen sie nicht ausgeräumt werden. Im Hintergrund sieht man die Reste der Fleether Mühle, einem alten wassergetrieben Sägewerk. Leider hat der Feuerteufel zugeschlagen und das Maschinenhaus, einen alten Fachwerkbau, in Schutt und Asche gelegt.
Bald sind alle Boote umgesetzt, die Fahrt kann weitergehen. Langsam werden die ersten Stimmen nach einer Pause laut.
Der Versuch, auf dem folgenden Rätzsee eine Badestelle zu finden, scheiterte fast. Durch die dort fehlenden Motorboote konnte sich die Natur wiederholen, was ihr an anderen Seen schwer fällt. Der Schilfgürtel ist sehr dicht und macht das Anlegen schwer. Wir habe dann trotzdem eine Stelle gefunden.
Schnell waren die Decken und die Verpflegung ausgepackt. Je nach Vorlieben im Schatten oder in der Sonne.
Und was passiert mit einem vollen Magen? Man(n) (Frau) wird müde. So ließ der Mittagsschlaf nicht lange auf sich warten. Im Glauben, bisher weniger als ein Drittel der Stecke geschafft zu haben, mußte aber bald zum Aufbruch geblasen werden. Ein kurzes Bad, dann gings weiter. Nach kurzem Paddeln stellte sich dann heraus, daß wir doch schon fast am Ende des Rätzsees gepicknickt haben. Vor uns lagen nun der Drosedower Bach und der Gobenowsee.
Aus den Problemen mit dem Auffinden eines Picknickplatzes gelernt, wurde im Dollbek (Dollbeck) die nächste Gelegenheit zum Kaffeetrinken genutzt. Schnell waren die Boote aus dem Wasser gezogen.
Das gleiche Ritual: Decken ausbreiten, Verpflegung auspacken, fallen lassen...
Dann gabs leckeren Kuchen - neben Pflaumenkuchen noch Schoko-Apfel, Käsetorte, Selterkuchen, Zupfkuchen, Muffins und Kekse.
Auch jetzt wurde wieder jede freie Minute zum Krafttanken genutzt.
Frisch gestärkt und durch den Kaffee aufgemuntert gehts nun weiter dem Ziel entgegen. Auf dem Labussee hatten wir endlich den Wind von hinten. Leider brachte das Setzen der Badehandtücher als Segel nicht den gewünschten Vortrieb. Also hieß es weiterpaddeln.
Schleuse Diemitz. Es ist schon recht voll. Die Wartezeit ist eine willkommene Erholungspause.
Es kommen immer noch mehr Boote. Als alle in der Schleuse sind, wird pünktlich um 17:30 geschleust.
Zurück auf dem Vilzsee zieht sich das Feld wieder auseinander. Der Gegenwind vom Vormittag, der uns auf der Rückfahrt schön hätte unterstützen können, hat sich fast gelegt.
Aber die Leistungen lassen nicht nach - vielleicht weil schon eine Toilette in Sicht ist?
Auch Martin und Olli sind wieder ganz vorn dabei. Sie werden erste, danach kommen Gitta und Olaf als 2. und Britta und Frank als 3. in Ziel. Die anderen teilen sich die Plätze 4-11.

Die Vorbereitungen für den Grillabend sind angelaufen.

Auch die Tafel ist fast fertig.

An Gunter: wir hätten auch für Dich ein warmes Bier gehabt...

Bald schlagen die Flammen hoch - es wird noch wärmer.

Aber wir haben alles unter Kontrolle.

Alle, die nicht für die Vorbereitung des Abendbrotes gebraucht werden, nutzen die Zeit für ein Bad.

Das Warten auf das Abendessen wird mit einem Pläuschchen unter Frauen verkürzt.

Die 20km Paddeltour hat Kraft gekostet...

Und immer noch gibts nichts zu essen.

Unter starker Druckluft konnte die Glut bald kräftig entfacht werden.
Endlich ist die Kohle durchgeglüht und das Fleisch auf dem Grill. 21 Personen wollen verpflegt sein, so dauerte es doch eine Weile.
Doch nach einiger Zeit war das Fleich und die Würstchen durch, es wurde gespeist.
Thomas und Petra kehren von einem Ausflug in die dunkle Nacht zurück.
Und Gitta nimmt langsam die gewohnte Haltung an.
Petras erste Begegnung mit dem Gyro-Twister. Schade, daß es keine Tonaufnahmen davon gibt ;-)

Dann ging der Schwan zu Wasser. Ziemlich schwer dieses Federvieh, erstaunlich das sowas schwimmt.

Einsteigen bitte!

Und los gehts.

Die Steuerung läßt sich schwer bedienen, so brauchen wir einige Anläufe, um vom Ufer wegzukommen.

Das Publikum beobachtet unseren Ausflug gespannt vom sicheren Steg.

Doch: Der Schwan zieht Wasser, nach einer Runde patscht es schon beim Treten, das Wasser steigt langsam.

Wieder brauchen wir wegen der schwergängigen Steuerung mehrere Anläufe zum Anlegen.
Dann ist der rettende Steg erreicht, wir haben festen Boden unter den Füßen.
Thomas ist doch sehr vom Schwan angetan: seine heimliche Liebe...

Oder: Der mit dem Schwan tanzt.

Nach(k)tbaden.
Die ersten Frühaufsteher waren schon baden. Auch wenn für einige die Nacht kurz war, alle kamen pünktlich zum Frühstück. Und wieder hieß es Schrippen fertigmachen für den Tag.
Nach dem Frühstück haben sich die Ersten wieder auf den Heimweg gemacht, die anderen (die Fahrräder mitgebracht oder geliehen hatten), rüsteten zur kleinen Radtour.
An der Badestelle am Mössensee angekommen war sofortiger Mückenschutz notwendig...
Der Zeltplatz am Mössensee hat einen kleinen aber schönen Sandstrand. Im Hintergrund sind schon die Vorbereitungen auf unsere artistische Vorführung zusehen.
Nach einigen wenigen Versuchen hats geklappt mit der Pyramide.
Sogar Freihändig wars kein Problem. Allerdings sind wir mit der 5er Pyramide kläglich gescheitert (deshalb gibts davon auch keine Fotos). Auch die Erhöhung der 3er Pyramide um 1 scheiterte - am Gewicht. Da müssen wir wohl das nächste Mal noch etwas üben.
Gespräche unter Männern...
...und unter Frauen.
Nach einer Stärkung - Resteessen vom Vorabend - gings wieder zurück zum Forsthof. Dort gabs nach einem kurzen Erfrischungsbad nochmal Kaffee und Kuchen. Nur noch ein Abschiedsbad (einmal fast den Peetschsee längs durchschwimmen), dann sind wir gegen 17:00 Uhr gen Heimat gestartet. Nach zähfließendem Verkehr auf der B96 vor und nach Oranienburg waren wir gegen 19:15 Uhr zu Hause.