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Paddeltour 2001

Schon ist wieder September, die Tage werden kürzer und die Nächte kälter. Zeit für die diesjährige Paddeltour. Da wir den Spreewald schon ganz gut kennen, haben wir nach einer Alternative Ausschau gehalten. Von Thomas kam der Vorschlag, mal ein ganzes Wochenende zu nutzen und den Campingpark Havelberge (C34) am Woblitzsee zum Ausgangsort der Tour zu machen. Dort gibt es Ferienhäuser und Campingmöglichkeiten, ein Restaurant und ein Lebensmittelgeschäft, für unsere Kenterkandidaten einen Wäschetrockner und natürlich einen Bootsverleih. Also nichts wie hin. Leider hat sich dort schon die Bürokratie breit gemacht - alle Boote mußten vorher festgebucht und bezahlt werden. Auch das Ferienhaus, das wir als Schlechtwetterunterkunft gemietet hatten, mußte schriftlich gebucht und vorher bezahlt werden - im Spreewald ist's einfacher. Als Termin hatten wir nach Umfragen das Wochenende vom 31. August bis 2. September gewählt.

Die Tour: Der Zeltplatz liegt am Woblitzsee mitten in der Mecklenburger Seenplatte, ganz in der Nähe von Neustrelitz. Eine Rundtour wie im Spreewald ist dort nicht möglich. So führte uns die Strecke stromauf und gegen den Wind über die Havel zum Großen Labussee, von dort durch einen kleinen Kanal weiter zum Useriner See. Dort gabs das lang ersehnte Picknick, bevor wir uns mit Rückenwind stromab wieder auf den Rückweg gemacht haben. Die Streckenlänge: ca 16 km.

Das Wetter war zum Glück besser als die Vorhersagen: Regen gab es bis auf ein paar Tropfen am Sonnabend Abend nicht, dafür viel Sonne. Und hier sind nun ein paar Bilder. Neu in diesem Jahr: Die Bilder können kommentiert werden.

Aber der Reihenfolge nach. Am Freitag gegen 20:00 Uhr waren wir auf dem Zeltplatz. Wir - das waren Thomas & Familie mit Tina's Freundin Christin, wir (Frank & Familie mit Martin's Freund Olli) und Stefan (Franz'l) Funke. Olaf und Gitta sowie Franz'l, Barabra und Tinchen hatten nur am Sonnabend Zeit und wollten direkt zum Bootsverleih kommen. Mehr waren wir diesmal nicht, obwohl sich eigentlich noch mehr das Wochenende frei halten wollten. Was Sie verpasst haben, zeigen die nächsten Bilder.
Schnell war das Haus bezogen, zusätzliche Tische organisiert, der Grill in Betrieb und (schneller als die Münchner beim Oktoberfest) das Bier angestochen - Oah zoapft is!
Dann aber zeigte sich, daß der Grill nicht heiß genug und für 10 Personen, die alle auf eine Scheibe Steak warten, zu klein war. Also zog sich das Essen hin...
... und der Abend wurde lang. Die schläfrigen Blicke sind allerdings dem Blitzlicht zu verdanken - auch ein guter "Rote Augen Schutz".
Das Aufstehen am nächsten Morgen war nicht so einfach.
Dann aber gabs endlich ein reichliches Frühstück: frische Schrippen, Kaffee, Milch, Marmelade und und und...
Ein dichter Morgendunst ließ uns die Sonne nur erahnen, aber bald war die Sonne stark genug, um den Dunst aufzulösen.
Guten Appetit!
In der Zwischenzeit waren auch Olaf und Gitta und Franz'l, Barbara und Tinchen eingetroffen. Nach einigem Hin und Her (diesmal nicht durch die Pubis) um das richtige Boot - Canadier oder Kajak - gings dann los. Aber wie soll der Motor ohne Kraftstoff laufen? Kurzer Boxenstopp und alles geht doppelt so leicht :-)
Nach 4 Kilometern war erstmal Pause. Das Feld hatte sich lang auseinander gezogen, nun war sammeln nötig. Kurze Streckenabsprache, und weiter gings.
Am Eingang vom Großen Labussee wehte uns ein kräftiger Wind entgegen. Da hieß es nochmal konzentrieren und alle Kräfte mobilisieren. Was hilft da besser als eine kurze Meditation !?!
Kaum ist der Labussee mit seinem kräftigen Wind überquert, stellt sich das nächste Hindernis in den Weg: die Useriner Schleuse. Dort wird im Sommer nur 3x am Tag geschleust - bis zur nächsten Schleusung wollten wir nicht warten, also umtragen bzw. "umfahren".

Da der Transport von 8 Booten etwas länger dauert, kann man die Zeit sinnvoll nutzen: Maniküre. Die Füße sind schon fertig - jetzt nur noch schnell die Hände ...

Martin und Olli sind voll in Aktion - ein gleichwertiger Ersatz für das Schleusen im Spreewald. Allerdings gibts hier kein Trinkgeld.

Auch Stefan ist voll dabei, schließlich ist der Wagen ziemlich schwer und es erfordert schon eine ganze Portion Kraft, ihn aus dem Wasser zu ziehen.

Kurz darauf gehts weiter. Der geplante Picknick-Stopp auf einer Insel im Useriner See muß ausfallen - es ist nicht genug Platz für alle. Also gehts weiter bis zum nächsten Zeltplatz.

Dort angekommen, lassen sich alle fallen. Bevor es ans Futtern geht, springen ein paar zur Abkühlung ins Wasser, das erstaunlich warm ist. Danach schmeckt das Essen doppelt gut - ein Mittags-Kaffee-Picknick mit Würstchen, Kuchen, Bouletten, Kaffee...

Auch die Enten fordern ihren Anteil.

Was nun kommt, scheint bei beiden eine Tradition zu haben (siehe letztes Jahr ;-)
Das Öffnen der Flaschen ist immernoch ein großes Problem. Die beiden haben offensichtlich seit dem vergangenen Jahr nicht trainiert - und das ist auch gut so.
Nach 34 Sekunden hatten die Feiglinge dann aber doch verloren...
Frisch gestärkt und genau getimed gehts auf die Rückfahrt. Wenige Minuten vor der letzten Schleusenzeit kommen wir wieder an der Useriner Schleuse an. Bald darauf sind wir durch die Schleuse durch und es geht wieder auf den Großen Labussee. Leider hatte der Wind nachgelassen und der Versuch, Segel zu setzen, brachte nicht den gewünschten Erfolg.

Kurz vor 18:00 Uhr erreichten wir wieder den Hafen. Verluste durch kentern gab es nicht zu beklagen, über Blasen an den Händen oder an anderen Körperteilen ist nichts bekannt geworden.

Nachdem die Boote abgegeben waren und alle wieder festen Boden unter den Füßen hatten, gings an wohlverdiente Abenbrot. Nach einem solchen Tag ist der Hunger besonders groß und an der freien Luft schmeckt sowieso alles besser.
Heute war der Grill etwas besser drauf. Durch den hohen "Wurstanteil" konnten fast alle gleichzeitig essen. Nur die Wurstverweigerer mussten etwas Geduld mitbringen, der Platz für Steaks war stark limitiert.
Franz'l, Barbara, Tinchen und Stefan und Olaf und Gitta, haben sich nach dem Abendbrot wieder auf den Heimweg gemacht, der "harte Kern" hielt weiter die Stellung. Auch wenn langsam die Müdigkeit durchkam.
Nach dem ein kurzer Schauer uns zum aufheben der Tafel gezwungen hatte und alle Sachen ins Haus gebracht waren, klarte der Himmel wieder auf und gab den Blick auf dem mecklenburger Sternenhimmel frei. Außerdem konnte man die vielen Fledermäuse gut beobachten.
Nach einer langen, anstrengenden Paddeltour und einer recht kurzen Nacht war das Aufstehen noch schwerer. Kurz vor dem Frühstück - so gegen 9:30 Uhr - haben die beiden es dann doch geschafft...
Nachdem alle Sachen gepackt, Thomas' Zelt(e) abgebaut und im Auto verstaut waren, gabs Frühstück. Höchste Zeit, dann das Magenknurren wurde immer lauter. Nach ausgiebigem Frühstück gings heimwärts.
Kurz vor Fürstenberg haben wir dann Halt gemacht, um noch etwas durch den Wald zu spazieren, eigentlich mit dem Ziel, ein paar Pilze zu erjagen. Aber es wurde nicht einmal ein Paar. Dafür gabs noch einige Blaubeeren, nach einer Stunde waren 2 Becher voll.
Und dann gings endgültig nach zurück. Staufrei auf der B96, nicht einmal in Oranienburg gabs lange Wartezeiten. Gegen 15:00 Uhr waren wir dann zu Hause.

Na dann, bis zur nächsten Paddeltour...